Berechne aus der Maschenprobe, die du selbst gestrickt und gemessen hast, die Anschlagmaschen und Reihen für ein rechteckiges Strickteil.
Dieser Rechner arbeitet nur mit den Messwerten, die du eingibst. Er erstellt keine Anleitung für dich und entwirft weder Zunahmen noch Abnahmen, Ärmel oder Passform neu.
Was du vor dem Rechnen bereithalten solltest
Eine Maschenprobe aus dem Garn und den Nadeln, die du wirklich verwenden wirst. Miss nur den Musterbereich, ohne die Ränder.
Die Breite dieses Bereichs und die Maschenzahl darin sowie die Höhe und die Reihenzahl darin. Bei angeschnittenen Maschen sind Dezimalstellen erlaubt.
Ob du nach dem Waschen und Trocknen der Maschenprobe gemessen hast oder davor.
Die Zielbreite und Zielhöhe des Strickteils, das du machen willst. Gemeint ist das Maß des Musterbereichs, nicht das gesamte Außenmaß.
Die Maschenzahl des waagerechten Musterrapports und die Summe der Randmaschen beider Seiten. Ohne Muster ist der Rapport 1.
Für die Garnmenge brauchst du außerdem das Trockengewicht der Maschenprobe, die zu diesem Gewicht gehörende Fläche sowie Gewicht und Lauflänge eines Knäuels laut Banderole.
Bitte prüfe deine Eingaben
Messwerte der Maschenprobe
Die Länge, die du nur über den Musterbereich ohne die Ränder gemessen hast. Üblich ist ein Abschnitt von 10 cm, Dezimalstellen sind erlaubt.
Die Maschenzahl in dem gemessenen Abschnitt. Fällt eine halbe Masche hinein, gib eine Dezimalzahl wie 20.5 ein. Es ist nicht die Maschenzahl des fertigen Stücks.
Die Höhe, gemessen an derselben Maschenprobe und im selben Messzustand wie die Breite.
Die Reihenzahl in dem gemessenen Höhenabschnitt. Dezimalstellen sind erlaubt.
Zielmaße und Muster
Die Breite des Musterbereichs. Es ist nicht das gesamte Außenmaß samt Randmaschen und Nahtzugabe.
Die Höhe des Musterbereichs. Liegt das Ziel unter einer Reihe, lässt sich keine strickbare Angabe erzeugen.
Die Maschenzahl in einem Rapport des Musters. Erlaubt sind nur ganze Zahlen von 1 bis 1000; ohne Muster gib 1 ein. Der senkrechte Musterrapport wird nicht berechnet.
Die Summe beider Seiten zusammen, nicht die Zahl einer Seite. Für 1 Masche je Seite gib 2 ein. Randmaschen werden nur einmal zur Anschlagsumme addiert und bleiben bei der Berechnung der Teilbreite außen vor.
Garnmenge (optional)
Gerechnet wird unter der Annahme, dass der Garnverbrauch bei gleichem Garn und gleichem Muster proportional zur Fläche ist. Sobald Garn oder Muster wechseln, trägt diese Annahme nicht mehr. Übertrage sie auch nicht auf dreidimensionale Formen.
Ohne diese Bedingungen lässt sich das flächenproportionale Modell nicht anwenden. Setze den Haken nur, wenn du es selbst geprüft hast. Ohne Haken wird die Garnmenge nicht berechnet.
Das auf der Waage ermittelte Gewicht der gesamten Maschenprobe. Es muss sich auf genau dasselbe Stück beziehen wie die Fläche darunter.
Die Fläche der gesamten gewogenen Maschenprobe. Sie kann vom inneren Abschnitt abweichen, den du für die Maschendichte gemessen hast, also rechne sie getrennt aus. 10 cm × 10 cm ergibt 100.
Die Summe aller Flächen, die du wirklich strickst, also Vorderteil, Rückenteil und Ärmel. Ob du die Ränder mitzählst, entscheidest du selbst. Aus den Zielmaßen oben wird sie nicht automatisch berechnet.
Wie viel Prozent mehr du zur Sicherheit besorgen willst. Erlaubt sind nur Werte von 0 bis 100. Das ist kein statistisches Konfidenzintervall, sondern deine eigene Reserveannahme.
Der Wert auf der Banderole des Garns, das du tatsächlich kaufen wirst.
Die Lauflänge auf derselben Banderole. Mische nicht Gewicht und Lauflänge verschiedener Garne.
Die Länge desselben Garns, die du schon hast. Wenn du keines hast, gib 0 ein. Zähle keine Längen anderer Garne dazu.
Es wurde noch nichts berechnet. Gib die Messwerte der Maschenprobe und die Zielmaße ein und drücke auf Arbeitswerte berechnen.
Die Eingaben haben sich geändert. Bitte erneut berechnen.
Ergebnis
Schätzwert auf Basis deiner Messwerte. Bei anderem Muster, anderer Fadenspannung oder anderem Waschzustand können die Fertigmaße abweichen.
Maschenprobe
Maschendichte
-
Die gemessene Maschenzahl geteilt durch die gemessene Breite.
Reihendichte
-
Die gemessene Reihenzahl geteilt durch die gemessene Höhe.
Ideale Maschenzahl des Strickteils
-
Die Zielbreite mal der Maschendichte. Das ist der Wert vor dem Abgleich mit dem Musterrapport und muss daher keine ganze Zahl sein.
Varianten für den Anschlag
Reihen
Reihen des Strickteils
-
Die Zielhöhe mal der Reihendichte, auf die nächste ganze Zahl gerundet.
Voraussichtliche Höhe des Strickteils
-
Die gerundete Reihenzahl wieder in eine Länge zurückgerechnet. Sie kann leicht vom Ziel abweichen.
Garnmenge
Geschätztes benötigtes Gewicht
-
Das Gewicht je Flächeneinheit mal der Gesamtfläche und mal dem zusätzlichen Aufschlag.
Geschätzte benötigte Länge
-
Das Gewicht über das Verhältnis von Gewicht zu Lauflänge eines Knäuels in eine Länge umgerechnet.
Zusätzlich zu kaufende Knäuel
-
Der nach Abzug des vorhandenen Garns fehlende Rest, geteilt durch die Lauflänge eines Knäuels und aufgerundet, weil Garn nur knäuelweise zu kaufen ist.
Angewendeter Aufschlag
-
Die von dir eingegebene Reserveannahme. Es ist kein statistisches Konfidenzintervall.
Berechnet unter der Annahme eines flächenproportionalen Verbrauchs bei gleichem Garn und gleichem Muster. Sobald Garn oder Muster wechseln oder dreidimensionale Formen dazukommen, trifft dieser Wert nicht mehr zu.
Wovon dieses Ergebnis ausgeht
Dass die Maschendichte deiner Probe im fertigen Stück gleich bleibt. Die Fadenspannung ist von Person zu Person und von Tag zu Tag verschieden.
Dass das Strickteil ein Rechteck ist. Zunahmen, Abnahmen, Raglan, Ärmel und Passform sind nicht Teil der Rechnung.
Dass Randmaschen nur einmal zur Anschlagsumme addiert und bei der Umrechnung der Teilbreite herausgelassen werden.
Dass der Garnverbrauch bei gleichem Garn und gleichem Muster proportional zur Fläche ist.
Dass du selbst gewählt hast, ob der Messzustand vor oder nach dem Waschen gilt, denn dieser Rechner rechnet das eine nicht in das andere um.
So wird gerechnet
Gerechnet wird in dieser Reihenfolge. Alle Werte stammen aus deinen Eingaben, kein Wert wird automatisch abgerufen.
Ideale Maschenzahl des Strickteils = Zielbreite × Maschendichte
Diesen Wert durch den Musterrapport teilen und die ganzen Zahlen direkt darunter und darüber als Varianten nehmen, dann Maschen des Strickteils = Variante × Rapportmaschen
Anschlagsumme = Maschen des Strickteils + Summe der Randmaschen
Voraussichtliche Teilbreite = Maschen des Strickteils ÷ Maschendichte, die Abweichung vom Ziel wird samt Vorzeichen angezeigt
Reihen des Strickteils = Zielhöhe × Reihendichte auf die nächste ganze Zahl gerundet, voraussichtliche Höhe = Reihen des Strickteils ÷ Reihendichte
Geschätztes Gewicht = Gewicht der Maschenprobe ÷ Fläche der Maschenprobe × Gesamtfläche × (1 + zusätzlicher Aufschlag ÷ 100)
Geschätzte Länge = geschätztes Gewicht × Lauflänge eines Knäuels ÷ Gewicht eines Knäuels, zusätzliche Knäuel = fehlende Länge ÷ Lauflänge eines Knäuels, aufgerundet
Zwei Varianten werden gezeigt, weil die Wahl, die den Musterrapport genau einhält und der Zielbreite am nächsten kommt, meist knapp darunter oder knapp darüber liegt. Ist die Zielbreite schmaler als ein voller Rapport, gibt es nur eine Variante.
Erfundenes Beispiel
Ein erfundenes Beispiel zur Anzeigeprüfung. Es sind nicht die Werte einer bestimmten Anleitung oder eines echten Produkts.
Eine Maschenprobe mit 20 Maschen auf 10 cm und 28 Reihen auf 10 cm, für ein Strickteil von 37 cm Breite und 50 cm Höhe. Der Musterrapport hat 6 Maschen, die Summe der Randmaschen beträgt 2.
Ideale Maschenzahl des Strickteils 74. Variante A sind 72 Teilmaschen plus 2 Randmaschen, also 74 Anschlagmaschen, voraussichtliche Breite 36 cm
Variante B sind 78 Teilmaschen plus 2 Randmaschen, also 80 Anschlagmaschen, voraussichtliche Breite 39 cm
Reihen des Strickteils 140, voraussichtliche Höhe 50 cm
Wenn dasselbe Garn für 100 cm² 5 g gebraucht hat, die gesamte Strickfläche 2.000 cm² beträgt und der zusätzliche Aufschlag bei 10% liegt, werden 110 g benötigt. Bei einem Garn mit 50 g auf 100 m sind das 220 m, und wenn du bereits 100 m hast, musst du zwei Knäuel nachkaufen.
Auch dieses Beispiel garantiert keine Fertigmaße. Fällt dein Gestricktes anders aus, miss zuerst die Maschenprobe neu.
Häufige Fragen
Warum ist das Ergebnis immer nur ein Schätzwert?
Weil die Maschendichte selbst ein Messwert aus einer einzigen Probe ist. Sobald sich Fadenspannung, Waschen, Muster, Nadeln oder der Zustand des Garns ändern, ergibt dieselbe Maschenzahl andere Fertigmaße. Deshalb erzeugt dieser Rechner keinen abgeschlossenen Endwert und weist das Ergebnis immer als Schätzwert aus.
Welche der beiden Varianten soll ich nehmen?
Es gibt keine richtige Antwort. Du bekommst eine Variante schmaler und eine breiter als das Ziel; entscheide selbst nach Trageempfinden, nach der Stelle, an der das Muster abgeschnitten wird, und nach dem Garnrest. Der Unterschied zwischen beiden kann sogar kleiner sein als dein Messfehler.
Werden Randmaschen auf jeder Seite einzeln addiert?
Nein. Der eingegebene Wert ist bereits die Summe beider Seiten und wird deshalb nur einmal zur Anschlagsumme addiert. Für 1 Masche je Seite gib 2 ein. Bei der Umrechnung der Teilbreite bleiben Randmaschen außen vor.
Darf ich mit Werten rechnen, die vor dem Waschen gemessen wurden?
Rechnen geht, aber im Ergebnis bleibt der Hinweis auf eine vorläufige Messung vor dem Waschen stehen. Viele Garne verändern beim Waschen ihre Maße, miss also nach dem Waschen und Trocknen möglichst noch einmal nach. Und mische nicht, etwa die ungewaschene Breite mit der gewaschenen Höhe.
Erstellt der Rechner mir eine Pulloveranleitung?
Nein. Er berechnet nur Hilfswerte für ein Strickteil, das sich als Rechteck behandeln lässt. Zunahmen, Abnahmen, Halsausschnitt, Ärmel und Raglan musst du selbst entwerfen oder einer Anleitung folgen.
Was dieser Rechner nicht tut
Er erstellt keine Anleitung. Er entwirft weder Zunahmen noch Abnahmen, Ärmel, Halsausschnitt oder Passform neu.
Er passt weder den senkrechten Musterrapport noch eine bestimmte Anfangsreihe an.
Er rechnet eine Maschendichte vor dem Waschen nicht automatisch in eine nach dem Waschen um.
Er rechnet die Garnmenge nicht für dreidimensionale Formen oder ein anderes Muster um.
Er ruft weder Garnpreise noch Lagerbestände oder Bezugsquellen ab.
Er wertet keine hochgeladenen Anleitungsdateien aus. Das ist auch nicht nötig.
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